Zutaten
4 PortionenChili nach und nach zugeben und probieren — die Schärfe hängt von der Sorte ab.
Zubereitung
- 1
Zwiebel, Paprika und Knoblauch vorbereiten. Bohnen abspülen, Mais abtropfen lassen. Basmatireis in einem Sieb waschen; Langkornreis bereitstellen.
- 2
Den Chilitopf stark erhitzen. Das Hackfleisch mit dem Öl in zwei Portionen jeweils etwa 4 Minuten kräftig anbraten, bis es gebräunt und vollständig durchgegart ist. Herausnehmen.
- 3
Zwiebel und Paprika im Bratfett bei mittlerer Hitze etwa 4 Minuten anschwitzen.
- 4
Knoblauch und Tomatenmark 1 Minute mitrösten. Hitze reduzieren, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Oregano und Chili einrühren und 30 Sekunden anschwitzen. Mit der Brühe ablöschen und den Bratensatz lösen.
- 5
Fleisch, Tomaten, Pfeffer und die Hälfte des Salzes zugeben, aufkochen und mit halb aufgelegtem Deckel bei niedriger Hitze köcheln lassen. Gleichzeitig im zweiten Topf das Reiswasser mit einer Prise Salz aufkochen, den Reis einrühren, Deckel auflegen und bei kleinster Hitze 15 Minuten garen. Basmati erst 3 bis 5 Minuten später einrühren und 10 bis 12 Minuten garen.
- 6
Den Reistopf vom Herd ziehen und den Reis zugedeckt 10 Minuten quellen lassen. Bohnen und Mais ins Chili rühren und ohne Deckel 10 Minuten weiterköcheln lassen, gelegentlich umrühren.
- 7
Reis mit einer Gabel auflockern. Chili mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken und zusammen mit dem Reis, Sauerrahm und Frühlingszwiebeln servieren.
Ein Abendessen, zwei Töpfe, ein Zeitplan
Dieses Rezept ist ein unkompliziertes Alltagschili mit Rinderhack, Kidneybohnen und Mais, das von Anfang an mit dem Reis zusammen geplant ist. Das Chili braucht nach dem Anbraten etwa 25 Minuten auf dem Herd, Langkornreis inklusive Quellzeit ebenfalls rund 25 Minuten. Wenn du den Reis im richtigen Moment aufsetzt, steht beides gleichzeitig auf dem Tisch, ohne dass etwas warmgehalten werden muss.
Du brauchst dafür zwei Töpfe: einen breiten, schweren für das Chili und einen kleineren mit gut schließendem Deckel für den Reis. Eine Pfanne ist nicht nötig, das Fleisch wird direkt im Chilitopf angebraten. Insgesamt planst du rund eine Viertelstunde für das Schnippeln und etwa 40 Minuten am Herd ein, wobei du in der zweiten Hälfte kaum noch etwas tun musst.
Die Mengen sind auf vier normale Portionen ausgelegt: 500 g Rinderhack, eine Dose Tomaten, eine Dose Kidneybohnen, eine kleine Dose Mais und 250 g Reis. Zusammen ergibt das ein vollständiges, sättigendes Essen. Ein grüner Salat ist eine schöne Ergänzung, aber kein Muss.
Der Zeitplan: so werden Chili und Reis gleichzeitig fertig
Der Schlüssel liegt darin, mit dem Reis erst anzufangen, wenn das Chili bereits köchelt. Vorher brauchst du deine Aufmerksamkeit für das Anbraten des Fleisches und das Anrösten der Gewürze. Sobald Tomaten und Brühe im Topf sind und das Chili leise blubbert, setzt du das Reiswasser auf.
Ab diesem Moment läuft die Uhr für beide Töpfe. Der Langkornreis gart 15 Minuten bei kleinster Hitze mit Deckel, das Chili köchelt in derselben Zeit mit halb aufgelegtem Deckel. Nach diesen 15 Minuten ziehst du den Reistopf vom Herd und lässt den Reis zugedeckt 10 Minuten quellen. Gleichzeitig kommen Bohnen und Mais ins Chili, das jetzt ohne Deckel noch 10 Minuten einkocht.
Wenn der Wecker klingelt, lockerst du den Reis mit einer Gabel auf, schmeckst das Chili ab und servierst. Nimmst du Basmati statt Langkornreis, beginnst du drei bis fünf Minuten später, weil er schneller gar ist. Für Parboiled-Reis gilt meist dieselbe Zeit wie für Langkornreis, für Naturreis musst du etwa 20 Minuten früher anfangen. Schau im Zweifel auf die Packung und rechne vom Servierzeitpunkt aus rückwärts.
Welcher Reis passt zu Chili con Carne?
Klassischer Langkornreis ist die sicherste Wahl. Er bleibt körnig, nimmt die Sauce gut auf und schmeckt neutral genug, um dem Chili nicht die Show zu stehlen. Parboiled-Reis ist besonders verzeihend: Er klebt kaum und verkocht selten, auch wenn er ein paar Minuten zu lange auf dem Herd steht.
Basmatireis bringt ein feines, leicht nussiges Aroma mit und wird besonders locker. Er passt gut, wenn das Chili nicht zu scharf ist und du den Duft des Reises noch wahrnehmen möchtest. Jasminreis ist etwas klebriger und weicher; er funktioniert ebenfalls, wirkt neben dem kräftigen Chili aber eher wie eine weiche Unterlage.
Naturreis macht das Essen kerniger und länger sättigend, braucht aber deutlich mehr Zeit und etwas mehr Wasser. Rundkornreis wie Milchreis oder Risottoreis eignet sich nicht: Er gibt viel Stärke ab und wird breiig, was zusammen mit der sämigen Chilisauce schnell schwer wirkt.
Reis richtig garen: Mengen und Wasserverhältnis
Für lockeren Reis eignet sich die Quellmethode, bei der der Reis das gesamte Wasser aufnimmt. Für 250 g Langkornreis bringst du 500 ml Wasser mit einer Prise Salz zum Kochen, gibst den Reis hinein, rührst einmal um und lässt ihn zugedeckt bei kleinster Hitze 15 Minuten garen. Danach vom Herd nehmen und weitere 10 Minuten mit Deckel quellen lassen. Den Deckel zwischendurch möglichst nicht anheben, sonst entweicht der Dampf.
Basmatireis spülst du vorher in einem Sieb unter kaltem Wasser, bis das Wasser nicht mehr milchig ist. Er braucht weniger Flüssigkeit: Für 250 g reichen etwa 400 ml Wasser. Gare ihn 10 bis 12 Minuten bei kleiner Hitze und lass ihn anschließend ebenfalls 10 Minuten zugedeckt ruhen. Die genauen Angaben schwanken je nach Sorte; die Packung ist hier der beste Anhaltspunkt.
Wenn du dir beim Wasserverhältnis unsicher bist, kannst du den Reis auch wie Nudeln in reichlich Salzwasser kochen und abgießen. Das Ergebnis ist etwas weniger aromatisch, dafür kann kaum etwas anbrennen. Kochbeutelreis ist eine weitere unkomplizierte Möglichkeit, gerade wenn es unter der Woche schnell gehen soll. Für den Zeitplan gilt dann einfach die Garzeit auf der Packung.
Anrichten: das richtige Verhältnis auf dem Teller
Bei vier Portionen kommen auf jeden Teller etwa zwei bis drei Schöpfkellen Chili und eine gute Portion Reis. Du kannst den Reis in die Mitte eines tiefen Tellers geben und das Chili daneben oder darüber verteilen, sodass jeder Bissen beides enthält. Wer es ordentlicher mag, drückt den Reis in eine kleine Schale und stürzt ihn als Kuppel auf den Teller.
Auf den Tisch gehören die kühlenden und frischen Begleiter: ein Klecks Sauerrahm oder Schmand, Limettenspalten, fein geschnittene Frühlingszwiebeln und nach Wunsch etwas geriebener Cheddar oder Gouda. Frischer Koriander passt sehr gut, ist aber Geschmackssache. Halte die Toppings in kleinen Schälchen bereit, damit sich jeder selbst bedient.
Bei Kindern hilft es, den Reis separat zu servieren und das Chili nur als Sauce darüberzugeben. So lässt sich die Menge gut steuern. Schärfe stellst du am besten erst am Tisch ein: Chiliflocken oder eine scharfe Sauce für die Erwachsenen, das Grundchili bleibt mild bis mittelscharf.
Reste am nächsten Tag: die Chili-Reispfanne
Bleiben Chili und Reis übrig, wird daraus am nächsten Tag ein schnelles Mittagessen. Erhitze dafür einen Esslöffel Öl in einer beschichteten Pfanne, gib den kalten Reis hinein und brate ihn bei mittlerer bis hoher Hitze etwa fünf Minuten, bis er stellenweise leicht knusprig wird. Kalter Reis vom Vortag eignet sich dafür besser als frisch gekochter, weil er trockener ist und nicht zusammenklebt.
Dann rührst du das übrige Chili unter und erhitzt alles unter regelmäßigem Wenden, bis die Pfanne durch und durch dampfend heiß ist, mindestens 70 °C im Kern. Ein Spiegelei obendrauf, etwas geriebener Käse oder ein paar Frühlingszwiebeln machen aus den Resten ein vollwertiges Essen. Wärme dabei nur die Menge auf, die du gleich isst, und erhitze Reste nur einmal.
Wichtig ist der Umgang mit den Resten am Vorabend. Gekochter Reis sollte nicht lange bei Zimmertemperatur stehen, weil sich darin Keime vermehren können, deren Giftstoffe auch durch Aufwärmen nicht verschwinden. Verteile Reis und Chili getrennt in flache Dosen, lass sie zügig abkühlen und stelle sie spätestens nach zwei Stunden in den Kühlschrank. Den Reis verbrauchst du am besten am nächsten Tag, das Chili hält sich gut gekühlt etwa drei bis vier Tage.
Nährwerte (pro Portion)
| Energie | 725 kcal |
|---|---|
| Eiweiß | 37 g |
| Fett | 28 g |
| Kohlenhydrate | 82 g |
| Ballaststoffe | 9 g |
Ungefähre Werte pro Portion, berechnet aus der Zutatenliste mit Daten der USDA FoodData Central, ohne optionale Toppings und Beilagen.
Häufige Fragen
Kann ich den Reis direkt im Chili mitkochen?
Das ist möglich, ergibt aber ein anderes Gericht, eher einen Reiseintopf. Der Reis braucht dann viel zusätzliche Flüssigkeit, saugt die Sauce auf und setzt leicht am Boden an. Für das klassische Chili mit Reis kochst du beides besser getrennt.
Wie viel Wasser brauche ich für Basmatireis?
Für 250 g gewaschenen Basmatireis reichen etwa 400 ml Wasser. Gare ihn 10 bis 12 Minuten zugedeckt bei kleiner Hitze und lass ihn danach 10 Minuten quellen. Da Sorten unterschiedlich sind, lohnt ein Blick auf die Packung.
Warum wird mein Reis matschig oder brennt an?
Matschiger Reis hat meist zu viel Wasser bekommen oder wurde zu oft umgerührt. Brennt er an, war die Hitze zu hoch oder der Deckel nicht dicht. Stelle nach dem Aufkochen die kleinste Stufe ein und lass den Deckel während des Garens geschlossen.
Passt Naturreis zu Chili con Carne?
Ja, Naturreis passt gut und macht das Essen kerniger. Er braucht allerdings je nach Sorte 30 bis 40 Minuten und etwas mehr Wasser. Setze ihn deshalb schon auf, bevor du mit dem Anbraten des Fleisches beginnst.
Wie lange kann ich gekochten Reis aufbewahren?
Kühle gekochten Reis rasch ab und stelle ihn innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank. Verbrauche ihn am besten am nächsten Tag und erhitze ihn gründlich, bis er durchgehend dampfend heiß ist. Lass ihn nicht über Stunden bei Zimmertemperatur stehen.
Wie halte ich Chili und Reis warm, wenn jemand später kommt?
Das Chili bleibt mit Deckel auf kleinster Stufe gut heiß, wenn du gelegentlich umrührst und bei Bedarf einen Schluck Wasser zugibst. Den Reis lässt du im geschlossenen Topf stehen; nach gut 20 Minuten ist er aber nur noch lauwarm. Für Nachzügler wärmst du eine Portion lieber frisch auf, bis alles durchgehend heiß ist.
